Trail Ergebnisse 2011-2017

2017201620152014201320122011

Bestenlisten 2016 bis März 2017

Zur Selektion fürs Nationalteam wird eine Bestenliste herangezogen, deren Ergebnisse aus Ultra-Trails vom 1.1.2016-31.03.2017 mit mindestens 50 Finishern, bis zu 75km Länge und mindestens 7% Steigung im Mittel stammen.

Die Tabelle hat folgende Spalten: Rang, Name, maximal erreichte Punkte, Rennen, Punkte im Rennen, durchschnittliche Steigung in %

Die Rennen, welche für Läufer die meisten Punkte erbrachten, sind hervorgehoben.

Stand 05.04.2017

Frauen Top15Männer Top15
1.  Schiebel, Brigitte (GER)732.0
Trail du Petit Ballon (FRA)630.09.0
Garda Trentino Trail (GTT) (ITA)653.012.0
Allgäu Panorama Ultra Trail (GER)732.09.0
2.  Wings, Susanne (GER)729.0
Zermatt Ultra Marathon (SUI)729.011.0
3.  Schichtl, Kathrin (GER)715.0
Trail du Petit Ballon (FRA)627.09.0
Allgäu Panorama Ultra Trail (GER)688.09.0
Karwendellauf 52 km Scharnitz-Pertisau (AUT)632.09.0
Jokertrail (GER)715.09.0
Trail du Petit Ballon (FRA)651.09.0
4.  Hagspiel, Alexandra (GER)707.0
Zermatt Ultra Marathon (SUI)707.011.0
Arosa TrailRun AT46 (SUI)686.013.0
5.  Sperger, Eva (GER)705.0
Ultra Trail Lamer Winkel (GER)705.010.0
Arberland Ultra Trail (GER)693.08.0
Jokertrail (GER)688.09.0
6.  Katz, Eva (GER)694.0
Zermatt Ultra Marathon (SUI)694.011.0
7.  Albrecht, Melanie (GER)682.0
Zugspitz Supertrail (GER)682.09.0
8.  Mitkina, Tatiana (GER)680.0
Zugspitz Supertrail (GER)680.09.0
9.  Buschmann, Jutta (GER)679.0
Ultra Trail Schwarzach (AUT)679.012.0
Eiger Ultra Trail 51 km (SUI)658.012.0
10.  Flammersfeld, Anne-Marie (GER)678.0
Dolomiti Extreme Trail 53km (ITA)678.014.0
11.  Schwarz, Simone (GER)661.0
L'Infernal Trail Des Vosges 60km (FRA)661.010.0
Belfortrail 55 km (FRA)634.011.0
Trail du Petit Ballon (FRA)604.09.0
11.  Wozna, Monika (GER)661.0
Beskidy Ultra Trail (BUT) 60km (POL)661.010.0
13.  Waibel, Gwendoline (GER)656.0
WalserUltraTrail (AUT)656.013.0
14.  Hilmes, Birthe (GER)655.0
Saarschleife Trail (GER)655.07.0
14.  Martini, Magdalena (GER)655.0
Zugspitz Supertrail (GER)655.09.0

1.  Klein, Johannes (GER)856.0
Humani'Trail des Diablerets (SUI)856.013.0
Ultra Trail Lago d'Orta (UTLO) 58 km (ITA)847.011.0
2.  Hugenschmidt, Stephan (GER)847.0
Laives Trail (ITA)820.011.0
Transvulcania 2016 (ESP)844.012.0
Trail del Monte Soglio - Gir Lung (ITA)841.011.0
Scenic Trail 54 km (SUI)841.014.0
Engadin St. Moritz Ultraks (SUI)847.013.0
3.  Schießl, Helmut (GER)840.0
Eiger Ultra Trail 51 km (SUI)840.012.0
4.  Dippacher, Matthias (GER)835.0
Ultra Trail Lamer Winkel (GER)835.010.0
5.  Holzner, Stefan (GER)834.0
Ultra Trail Lamer Winkel (GER)834.010.0
6.  Auf der Heide, Moritz (GER)832.0
Alpen X 100 (ITA)832.012.0
Trail Uewersauer (LUX)821.08.0
6.  Baur, Matthias (GER)832.0
Ultra Trail Lamer Winkel (GER)772.010.0
Zugspitz Supertrail (GER)832.09.0
8.  Lex, Konrad (GER)826.0
Karwendellauf 52 km Scharnitz-Pertisau (AUT)826.09.0
9.  Philipp, Anton (GER)823.0
Bergmarathon Rund um den Traunsee (AUT)823.013.0
Eiger Ultra Trail 51 km (SUI)782.012.0
WalserUltraTrail (AUT)773.013.0
Trail du Petit Ballon (FRA)685.09.0
10.  Kowalczyk, Janosch (GER)813.0
Keufelskopf Marathon-Trail (GER)813.08.0
11.  Reichert, Florian (GER)802.0
Transvulcania 2016 (ESP)802.012.0
Trofeo Kima - La Grande Corsa Sul Sentiero Roma (ITA)666.016.0
12.  Fuchs, Sebastian (GER)795.0
63 km of Istria (CRO)795.07.0
13.  Reiter, Philipp (GER)794.0
Ultra SkyMarathon Madeira (POR)739.015.0
Hamperokken Skyrace (NOR)744.017.0
Trofeo Kima - La Grande Corsa Sul Sentiero Roma (ITA)756.016.0
Glen Coe Skyline (GBR)794.017.0
14.  Krah, Matthias (GER)793.0
Trail du Petit Ballon (FRA)749.09.0
Ultra Trail Lamer Winkel (GER)793.010.0
WalserUltraTrail (AUT)756.013.0
15.  Quack, Philipp (GER)791.0
Scenic Trail 54 km (SUI)761.014.0
WalserUltraTrail (AUT)791.013.0
Arberland Ultra Trail (GER)753.08.0

Weitere Bestenlisten siehe…

Etappenlauf – West-Weg in 4 Tagen 2017

Freundschaftswettkampf „Westweg, von Pforzheim nach Basel“
in 4 Etappen (28. April – 01. Mai 2017)

4 stage trail race, 285km, 8800m asc. black forest

Immer mehr Landschaftsläufe schießen wie Pilze aus dem Boden. Viele werden als Non-Stopp Läufe durchgeführt. Einerseits faszinieren mich diese Läufe, wo 300km und mehr am Stück gelaufen werden, andererseits belasten solche Rennen auch sehr (selbst wenn man versuchen würde, diese langsam zu laufen). Das Verhältnis von Trainingseffekt zur nötigen Erholung ist einfach zu ungünstig.

Den Westweg habe ich schon viele Male abgelaufen, von Karlsruhe nach Müllheim in 4 Tagen. Jedes mal habe ich einen gewaltigen Trainingseffekt daraus gezogen und so habe ich das später dann ganz bewusst vor langen und wichtigen Wettkämpfen angewendet. So habe ich meist 2 Wochen nach diesen intensiven 4 Tagen dann die optimale Form erreicht.

Ich hätte es schon reizvoll gefunden, den Westweg Nonstop als Wettkampf auszurichten, aber ein Etappenlauf bietet doch einige Vorteile:
Die höhere Laufgeschwindigkeit macht einfach mehr Spaß, das gemütliche Beisammensein am Abend, gutes Essen und Schlafen bringt Erholung, um so auch die Schönheiten des Schwarzwaldes richtig und im Hellen ganz genießen zu können. Das Feld zieht sich nicht so auseinander, der Zieleinlauf am letzten Tag ist sehr viel kompakter als bei einem Nonstop-Rennen.

Auch wenn der Wettkampf körperlich SEHR anstrengend ist, so werdet trotzdem einen Erholungseffekt feststellen und euch ein paar Tage nach der Veranstaltung großartig fühlen. Vielleicht werden diese 4 Tage euer Leben verändern. Auf jeden Fall werdet ihr lange an dieses Ereignis zurückdenken. Es wird hart, sehr hart aber ihr werdet viel Schönes erleben, Freundschaft, die sich in solchen Tagen entwickelt und natürlich eine gigantische Landschaft. Ja es ist ein Wettkampf aber es ist natürlich keiner dazu verpflichtet, alleine zu laufen. Oft ergeben sich bei Etappenläufen kleine Grüppchen. Und abends sind wir dann sowieso alle Zusammen beim Essen und abspannen.

Nun zu den Eckdaten:
28. April 2017, Start in Pforzheim, 10 Uhr
01. Mai 2017 Zielschluss in Basel, ca. 18 Uhr, Siegerehrung, Rückfahrt nach Karlsruhe

4 Etappen auf dem Westweg (Westvariante), Start in Pforzheim am Kupferhammer, Ziel in Basel (Restaurant Lange Erlen, kurz vorm Bad. Bahnhof)

1. 69,3km / 2.434 HM (Schlusszeit 10h)
Zur Großen Tanne, Untersmatt

2. 90,6km / 2.996HM (Schlusszeit 12,5h)
Gasthof Naturfreundehaus Brend

3. 56,1km / 1634HM (Schlusszeit 9h)
Jugendherberge Todtnauberg

4. 69-70km / 1.717HM (Schlusszeit 9-10h)
Basel, Parkrestaurant Lange Erlen, 1 km vor dem Bad. Bahnhof Basel

Insgesamt sind das also ca. 285km mit 8.800 Höhenmetern (Anstieg).
Die zweite Etappe ist die härteste und wird euch sehr viel abverlangen, die letzte Etappe die einfachste. Die erste durch die Länge gut zum Einlaufen geeignet. So ist die Verteilung insgesamt recht optimal.

Die Strecke ist sehr anspruchsvoll, es werden viele Schwarzwaldgipfel überlaufen, höchster Gipfel ist der Feldberg mit 1493m Höhe. Es überwiegen Forstwege (ca. zweidrittel) und Trails (ein viertel) sowie geringe Asphaltanteile. Trailschuhe sind sehr empfehlenswert, jedoch nicht Voraussetzung.

Der Westweg ist durchgehend beschildert. Die Beschilderung ist sehr gut, aber konzentrieren muss man sich trotzdem, wie auf jedem anderen Weitwanderweg auch. Es wird also keinerlei Zusatzmarkierung geben. Am ersten und zweiten Tag liegen die Unterkünfte direkt am Westweg, am dritten Tag muss man den Westweg um 2,2 km verlassen, um zur Unterkunft zu kommen. Diese Stelle ist jedoch völlig unkritisch, setzt keine „Zusatznavigationskenntnisse“, wird vorher genau erklärt und zusätzlich ausgeschildert und auch im Roadbook vermerkt.

Das Etappenziel ist immer in der jeweiligen Unterkunft (D.h. ankommen, Duschen und das Leben genießen…) bzw. in Basel in einem Park kurz vor dem Bahnhof.

Ihr bekommt für jede Etappe ein DIN A4 Blatt mit den wichtigsten Informationen (Roadbook) für den Tag. Das bedeutet: Grundcharakter der Tagesetappe, Wasserstellen und Einkehrmöglichkeiten, bzw. der Möglichkeit was aufzunehmen.

Ja, richtig gelesen: Es wird keine Verpflegung Unterwegs geben. Ihr müsst euch selbst verpflegen. E gibt jedoch viele Quellen mit gutem Trinkwasser im Schwarzwald, diese werde ich auf den Tagesplänen markieren. Außerdem gibt es Vesperstuben, Kioske oder mal ein kleines Geschäft (selten), wo man was aufnehmen kann. Also auf jeden Fall wichtig, sich Riegel oder ähnliches für den Tag mitzunehmen. Das längste Teilstück ohne Wasseraufnahmemöglichkeit ist ca. 30km, sonst sind Abschnitte deutlich kürzer (meist 15km)

Ihr benötigt also unbedingt die Möglichkeit, Wasser (mindestens 1 Liter), Riegel, eine Jacke, Handy und Geld mitzuführen, ein kleiner Laufrucksack ist ideal.

Das Ganze ist einfach und ursprünglich organisiert. Das soll die Zahl der benötigten Helfer reduzieren. Ich möchte selbst auch mitlaufen. Es gibt eine Zeitnahme für jede Etappe und die Gesamtplatzierung jeden Tag. Es gibt keine Preise, keine Medaille, kein Finisher-Geschenk.

Jedoch wird es eine Ergbnisliste mit den Tagesergebnissen und der der Gesamtwertung und eine Urkunde geben. Es geht nur um die Ehre. Ihr lauft ohne Startnummer. Ihr bekommt jedoch eine ID-Karte für die Zeitmessung. Es werden schnelle Läufer zusammen kommen und das wird für schnelle Zeiten sorgen. Unter Umständen werdet ihr Maßstäbe setzen. Vielleicht ist noch niemand vor euch den Westweg in 4 Tagen so schnell runtergelaufen. Wir werden die Zeiten veröffentlichen. Es gilt, die Zeiten von 2014 und 2016 zu toppen, Ergebnisse siehe 2014 und 2016
Dort findet ihr auch sehr schöne Erlebnisberichte von Nicola und Thomas.

Es handelt sich um eine Privatveranstaltung, weil es ansonsten sehr schwierig wäre ein Rennen über so viele Kreise genehmigen zu lassen. Das bedeutet, ihr tragt euer Unfall- und Haftungsrisiko selbst. Ihr bewegt euch in öffentlichem Verkehrsraum und so sind alle Regeln der Straßenverkehrsordnung einzuhalten, es ist nichts abgesperrt, es wird kein Verkehr geregelt. Aber ihr werdet mit sehr wenig Verkehr rechnen müssen…

Das Teilnehmerlimit ist nach derzeitigem Stand auf 20 Läufer und 3 Helfer begrenzt, bedingt durch die Anzahl verfügbarer Betten in den Etappenunterkünften.

Kosten: Ich organisiere das zum Spaß und möchte NICHTS an euch verdienen. Es kommen auf euch die Übernachtungskosten inkl. Frühstück für 3 Tage auf euch zu (ca. 100€ insgesamt), Kosten für Verpflegung tagsüber/abends. Die Zugrückfahrt von Basel Bad. Bahnhof kostet nach Karlsruhe 48€ (bzw. Pforzheim 52€).

Die Unterkünfte sind einfach und günstig, zeichnen sich aber durch gutes Essen aus (was ich persönlich nach einem harten Lauftag sehr wichtig finde).

Anmeldeverfahren:
Eure Anmeldung wird wirksam, wenn ich euch nach Rücksprache auf die Teilnehmerliste gesetzt habe und eure Überweisung von 50€ Pfandgebühr
eingegangen ist. Wenn alle 18 Plätze ausgebucht sind (Zahlungseingang entscheidet) dann habt Ihr die Möglichkeit über eine Warteliste reinzukommen (Die Überweisung der Pfandgebühr ist für die Warteliste nicht erforderlich). Solltest du verletzt sein oder du musst aus anderen Gründen zurücktreten, dann rutscht ein Teilnehmer der Warteliste nach. Der überweist dir dann die Pfandgebühr zurück. Sollte tatsächlich kein Nachrücker mehr gefunden werden, dann wird die Pfandgebühr nach der Veranstaltung zurück überwiesen, abzüglich der Kosten, die u.U. bei unseren Unterkünften durch die Stornierung entsteht. Ich möchte nicht auf Unkosten sitzenbleiben UND ich möchte das Starterfeld von 18 Läufern auf jeden Fall voll ausschöpfen. Vor dem Start der ersten Etappe erhaltet Ihr die 50€ Pfandgebühr zurück! Die Übernachtungskosten werden dann von euch ganz normal bei der jeweiligen Unterkunft bezahlt. Die Zimmer/Übernachtungskosten unterscheiden sich immer leicht und so ist es am Einfachsten, ihr bezahlt jeweils am Tag der Abreise bei der Unterkunft selbst.

Etappenlauf – West-Weg in 4 Tagen 2016

Der West-Weg Freundschaftswettkampf 2014 hat den meisten Beteiligten sehr gut gefallen. Aus dem Grund wollten wir den Lauf 2015 in gleicher Weise wiederholen. Leider klappte es nicht mehr mit den Hotelbuchungen und so fand die nächste Auflage erst am 26.05.-29.05.2016 statt, siehe… Schickt mir eine Email, wenn ihr Interesse an der Teilnahme habt, dann nehme ich euch in eine Mailingliste auf und informiere euch im weiteren Verlauf über die Neuauflage.

Wie strukturiere ich mein Training?

Du wünschst dir eine Trainingstruktur, die Durchführung sollte einfach sein, und du wünschst dir Sicherheit, also sollte das ganze gut überprüfbar sein.

Zu allererst, vergiss mal für einen Moment KM. KM werden weithin „überschätzt“. KM stellen sich bei erfolgreichem Training ein, eine Steigerung kommt von selbst, mit ansteigender Form. Henne-Ei Problem: Steigerst du KM, um die Form zu verbessern oder verbesserst du die Form und hast dann noch Kapazitäten frei, um KM zu steigern?
Die meisten Trainer sind sich einig: Mit Umfang kann man auch die Form (VOmax) steigern, jedoch in sehr viel geringerem Maße und weniger effizient als über Qualität und Strukturierung.
Hauptziel muss es sein, VOmax zu steigern!

Sieh dir erfolgreiche 100km Läufer und sogar 24h-Läufer an. Die haben gute Marathonzeiten. Läuferinnen unter 8h laufen in der Regel auch unter 3h Marathon. Umgekehrt: Je schneller die Marathonzeit, umso größer das potential für 100km/24h

Yannis Kouros:
M: 2:25  100km: 6:43  24h 303km

Tomoe Abe (eine Frau, ja)
M:2:19 100km 6:33

Valmir Nunes
50km 3:03 100km 6:18   24h 273km

Du siehst, es gibt eine ganz starke Korrelation zwischen Marathon, 100km und 24h. Egal worauf du trainierst, VOmax muss erhöht werden, ist das A und O. Und das erhöhst du nicht mit langen Strecken und Umfang. Also kann man das Trainingsziel doch ganz simpel stecken: 10km Zeit muss besser werden, Marathonzeit muss besser werden und du kennst es ja selbst, beides hängt zusammen.

Was sind die Grundlagen des Marathontrainings? Ein langer Lauf, ein Tempodauerlauf, ein Intervalltraining.  Das sind DIE drei Qualitätseinheiten pro Woche beim Marathontraining. Mehr geht nicht. Du kannst es leicht nachrechnen, du brauchst mindestens 2d zur Erholung von einer harten Intensität, wie soll dann mehr gehen?

Die Periodisierung über Wochen (meist 3-4 Wochen) ist umstritten. Viele Trainer raten davon ab und bevorzugen eine gute Zyklisierung innerhalb der Woche, mehr nicht. Ist einfach zu kompliziert: Die Wochen werden aufsteigend härter, reicht dann die eine Erholungswoche? Ist einfach viel schwerer handhabbar. Ich hatte das auch immer mal versucht konnte damit aber nie einen Erfolg verbuchen. Was ich maximal gemacht habe (aber auch nicht oft), harte Woche, lockere Woche im Wechsel. Aber eigentlich hat mich das auch mental eher belastet. (In der lockeren Woche: Du MUSST dich jetzt gut erholen, damit du die nächste Woche gut schaffst und in der harten Woche, du MUSST das jetzt gut überstehen, du MUSST…, das ist schon der Fehler.

Also schauen wir uns eine Woche an.
1 Langer Lauf: 30-40km,  mehr braucht man nicht, locker und mit viel Spass

1 Tempodauerlauf, 10-20km (Und da würde ich die Gelegenheit nutzen, alternativ, 5, 10, 15, 20 oder HM WK einbauen), 5 oder 10km WK kannst du ohne Probleme alle 2 Wochen einbauen, wenn in der Nähe ohne Aufwand) So kannst du ständig deinen Fortschritt und so dein Training reflektieren.

1 Intervalltraining Da würde ich keine zu großen Umfänge bei der Summe der KM machen. Lieber weniger, aber intensiver. Denk an den schnellen 10er und den schnellen Marathon. Also in Summe nicht mehr als 7-8km
Z.B.: 6 oder 7x 1000 oder 4x 2000 oder irgendwas wie 1000 2000 3000 2000 1000  oder eben 10x 800 (finde ich auch schon viel) maximal 3x 3000m, 20x 600 (finde ich sehr viel) kommt eben aufs Tempo an, aber ich würde eher unter 10er Renntempo laufen. Das System selbst ist gar nicht so wichtig, ich würde die Sachen einfach wild mischen, nach Lust und Laune, von 200-3000m alle Kombinationen (in Summe ca. 7-8km).

Ich würde dabei analysieren: Was fällt dir leichter, was schwerer? Und dann würde ich verstärkt mich dem Schwererem widmen und zwar um die persönlichen Schwächen zu schwächen, also dich dort gezielt stärken.

Beispiele:
Am Samstag bietet sich ein 10er Wettkampf. Dann lässt sich sehr gut am Sonntag ein langer langsamer Lauf (locker!) kombinieren. Beides in Summe ist schon nicht ohne macht jedoch beides Spaß. Dann ist es gar kein Problem Montag, Dienstag nix zu machen (oder Radfahren, oder Stabi oder ganz locker 10km traben). Mit dem Ziel, dass du Mittwoch wieder Topfit bist, damit du dann ein erfolgreiches Intervalltraining machen kannst)

Der 10er ist am WE, dann kannst du ganz hervorragen am Mittwoch vorher nur einen! 3000m Lauf machen (maximale Belastung), perfekte Vorbereitung für den 10er.

Du machst einen 60km Trail WK anstelle des langen Laufes. Dann schenkst du dir den Tempodauerlauf in der davor und danach. Am Mittwoch drauf machst du vielleicht nur ganz kurze Intervalle, z.B. 200m und davon auch nur 20 =4km Und die würde ich dann eher als Steigerungen ansetzen, also du trabst langsam los und beschleunigst dann die 200m bis auf Maximalgeschwindigkeit. oder du machst einfach Fahrtspiel. Muss sich ja nicht immer alles auf der Bahn abspielen.

Ist es nicht wunderschön, wenn man selbst sein Training so gestalten kann? Da kannst du alles einfließen lassen, WK die du machen willst, private Verpflichtungen und körperliches Befinden.

Du musst da einfach kreativ sein. Du kannst gar nichts falsch machen, wenn du berücksichtigst:

Ohne Wettkampf (1 TDL, 1 Intervall, 1 LDL und dazwischen füllst du so, dass du für jeden der Läufe dich topfit fühlst. Wenn nicht, dann verschiebst du den Lauf auf den nächsten Tag oder lässt ihn ausfallen, kein Problem)

Mit Wettkampf  TDL davor und ggf. danach fällt weg, Tempotraining kurz, schnell, wenig Umfang (davor und danach) oder 3000m am Stück, Maximalbelastung (davor)

Diese Trainingseinheiten solltest du ausgeruht machen und du solltest dich topfit fühlen. Einzige Ausnahme: Du machst nach einem schnellen 10er den langen, langsamen! Lauf, das kann am Anfang ruhig etwas zupfen wird aber besser während des Laufs. Aber z.B. ein schneller 25er Samstags Abends, dann würde ich keinen langen Lauf am Sonntag ansetzen. Wenn es nicht läuft: Abbrechen und ausfallen lassen. Kein Problem. Viel besser, als es durchzuknautschen.

Der Vorteil an der Strukturierung so: Du nimmst den Effekt der Superkompensation mit (also du trainierst auf höherem Level, als vorher, Übertraining ist so gar nicht möglich). Aber man muss dazu immer ehrlich sich selbst gegenüber sein, in seinen Körper reinhören und darf sich nicht wegen irgendwelchen Trainingszielen verrückt machen. Du kannst einfach nichts erzwingen. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Ich halte Landschafts und Trailläufe für unheimlich wertvoll. Ich denke man kann locker auf ein oder zwei lange Läufe am WE verzichten, wenn man alternative einen WK zwischen 50-70km einstreut. Trail verkrafte ich deutlich besser, orthopädisch und muskulär. Und sie machen Spaß.

Das wichtigste von alledem: Wenn du in einem Zustand trainierst, in dem du dich topfit fühlst, dann ist dieses Training viel erfolgreicher und effektiver, als wenn du nicht ausgeruht bist. Es macht mehr Spaß und du bekommst ein großes Selbstvertrauen. Dann brauchst du keinen Trainer mehr, der dir das Selbstvertrauen geben muss oder es dir entziehen kann.

Nochmal: Du selbst bist dir der beste Trainer.

Mit diesen paar Grundsätzen kann Training so einfach sein. (Viele Trainer machen es gerne bewusst kompliziert, um Athleten an sich zu binden. Um Athleten das Gefühl zu geben, sie können es gar nicht alleine schaffen. Das ist unseriös)

Schau einfach auf deine 10er Zeiten und siehe wie du dich bei Vorbereitungswettkämpfen entwickelst. Steck dir kein unrealistisches Ziel. Einfach verbessern, Schritt für Schritt, mit viel Spaß dabei. Das war immer mein Motto und wird es immer bleiben.

Etappenlauf – West-Weg in 4 Tagen 01.05.2014 – 04.05.2014

Freundschaftswettkampf „Westweg, von Pforzheim nach Basel“

in 4 Etappen (1. Mai – 4. Mai 2014) 

Immer mehr Landschaftsläufe schießen wie Pilze aus dem Boden. Viele werden als Non-Stopp Läufe durchgeführt. Einerseits faszinieren mich diese Läufe, wo 300km und mehr am Stück gelaufen werden, andererseits belasten solche Rennen auch sehr (selbst wenn man versuchen würde, diese langsam zu laufen). Das Verhältnis von Trainingseffekt zur nötigen Erholung ist einfach zu ungünstig.

Den Westweg habe ich schon viele male abgelaufen, von Karlsruhe nach Müllheim in 4 Tagen. Jedes mal habe ich einen gewaltigen Trainingseffekt daraus gezogen und so habe ich das später dann ganz bewusst vor langen und wichtigen Wettkämpfen angewendet.  So habe ich meist 2 Wochen nach diesen intensiven 4 Tagen dann die optimale Form erreicht.

Ich hätte es schon reizvoll gefunden, den West-Weg Nonstop als Wettkampf auszurichten, aber ein Etappenlauf bietet doch einige Vorteile:

Die höhere Laufgeschwindigkeit macht einfach mehr Spaß, das gemütliche Beisammensein am Abend, gutes Essen und Schlafen bringt Erholung, um so auch die Schönheiten des Schwarzwaldes richtig und im Hellen ganz genießen zu können. Das Feld zieht sich nicht so auseinander, der Zieleinlauf am letzten Tag  ist  sehr viel kompakter als bei einem Nonstop-Rennen.

Auch wenn der Wettkampf körperlich SEHR anstrengend ist, so werdet trotzdem einen Erholungseffekt feststellen und euch ein paar Tage nach der Veranstaltung großartig fühlen. Vielleicht werden diese 4 Tage euer Leben verändern. Auf jeden Fall werdet ihr lange an dieses Ereignis zurückdenken. Es wird hart, sehr hart aber ihr werdet  viel Schönes erleben, Freundschaft, die sich in solchen Tagen entwickelt und natürlich eine gigantische Landschaft. Ja es ist ein Wettkampf aber es  ist natürlich keiner dazu verpflichtet, alleine zu laufen. Oft ergeben sich bei Etappenläufen kleine Grüppchen. Und abends sind wir dann sowieso alle Zusammen beim Essen und abspannen.

Nun zu den Eckdaten:

1. Mai  2014, Start in Pforzheim, 11 Uhr
4. Mai  2014 Zielschluss in Basel, ca. 18 Uhr, Siegerehrung,  Rückfahrt nach Karlsruhe

4 Etappen auf  dem Westweg (Westvariante), Start in Pforzheim, Ziel in Basel (kurz vorm Bad. Bahnhof)

  1. 63,4km / 2.152 HM (Schlusszeit 9h) 
    Bergwaldhütte Sand 
  2. 85,8km / 2.748HM (Schlusszeit 12,5h) 
    Gasthaus Wilhelmshöhe (Schonach) 
  3. 75,7km / 1.974HM (Schlusszeit 10h)
    Hotel Sonnenhang (Wieden)
  4. 59,6km / 1.588HM  (Schlusszeit 9h) 
    Basel, Parkrestaurant Lange Erlen

Insgesamt sind das also ca. 282km mit 8.500 Höhenmetern (Anstieg).

„Etappenlauf – West-Weg in 4 Tagen 01.05.2014 – 04.05.2014“ weiterlesen